Schweizer Cleantech Anbieter haben Kompetenzen in folgenden Bereichen:
Die Topografie der Schweiz ist extrem: Fast die Hälfte der Landesfläche liegt in den Alpen. An den bis zu 4000 Metern hohen Gebirgsflanken und Verwerfungen drohen Lawinen, Murgänge, Hochwasser und Erdbeben. Die Schweizer Bevölkerung hat gelernt, diese Naturgefahren zu beobachten und zu beherrschen. Zu diesem Zweck haben zahlreiche Unternehmen ausgefeilte Techniken, Messgeräte und Strategien entwickelt, die ein sicheres Leben und Wirtschaften im Einzugsbereich der Alpen ermöglichen.
Beispielsweise ist die Schweiz führend in der Wetterbeobachtung und –vorhersage. Bekannt ist insbesondere das Institut für Schnee- und Lawinenforschung Weissfluhjoch/Davos. Zur Minimierung des Lawinenrisikos für Siedlungen und Infrastrukturen wurden in den letzten Jahrzehnten in der Schweiz überdies 600 Kilometer Lawinenverbauungen erstellt. Hinzu kommen zahlreiche Hochwasserverbauungen. Diese Schutztechnologien werden inzwischen erfolgreich in andere Gebirgsregionen exportiert.
Die Alpen stellen in Europa auch einen Riegel für den Verkehr zwischen Nord und Süd dar. Der Eisenbahn-Basistunnel am Gotthard, der 2016 mit 57 Kilometern als längster Tunnel der Welt eröffnet werden wird, soll insbesondere auch als umweltverträglicher und wettersicherer Korridor für die wachsenden Gütermengen dienen, die quer durch Europa befördert werden. Generell ist die Anlagensicherheit in der dicht besiedelten Schweiz ein zentrales Anliegen. Vor allem das Chemieunglück von Schweizerhalle 1986 war Anlass, die Störfallvorsorge zu systematisieren. Eine Vielzahl auf Risikoanalyse spezialisierter Ingenieurfirmen hilft den Betreibern von stationären und mobilen chemischen Einrichtungen, in einem Bericht nachzuweisen, dass das Risiko kontrollierbar ist. Andernfalls müssen die Anlagen sicherheitstechnisch nachgebessert werden. Dieser Optimierungsprozess hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht zur zu einer ständigen Verbesserung der Sicherheitsstandards in der Chemiebranche geführt, sondern auch ein weltweit nachgefragtes Know-how entstehen lassen. Die Schweiz hat heute Kompetenzen, die von der Risikoermittlung bis zur Nachrüstung von Produktionsprozessen geht und sämtliche Technologien zur Beherrschung von Störfällen umfasst.